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Achja, neulich im Radio bei MDR Aktuell (und sieben Tage in diesem Internet): Mastodon in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen mit @ueckueck und @witziege von unserem Gastgeber hier @softwerke
mdr.de/audio-2040738_zc-61c165

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@Marcel warum denn bitte schon wieder dieser künstliche Fokus auf “Mastodon”? Du leitest ein und erzählst von “Mastodon” obwohl dann @ueckueck anschließend im Einstiegsstatement schon vom #Fediverse spricht? Das ist nicht nur megga verwirrend für alle Hörer:innen (die vorher weder vom Fediverse noch von Mastodon gehört haben), sondern auch nicht förderlich für das Konzept eines freien dezentralen socialmedia. Wie alle Medien schmeißen sich alle auf das zugegebener maßen geniale “Trötmarketing” von mastodon.social, wo sich dann im Anschluss wieder alle anmelden werden und so die Zentralisierung desdezentralen Netzwerks weiter befeuern @witziege @softwerke

@wolf @ueckueck @softwerke @witziege Verstehe. Das sind zwei Formatherausforderungen: im Radio gab es dazu eine Anmoderation, die im Netz fehlt, und in zwei bis drei Minuten ist es eine wirklich schwierige Nummer, alles zu erklären. Also setzt man bei dem an, von dem man glaubt, dass Hörer und Hörerinnen es schon kennen: Twitter.
Immer unbefriedigend: was wir als Land und Gesellschaft seit Jahren verpennen, können Medien (1 Mann) und auch Schule kaum aufholen

Immerhin wird innerhalb der knapp drei Minuten ja 2x #Fediverse genannt, erst von @ueckueck und dann auch von @Marcel kurz erklärt.
Und einerseits gibt es zwar eine relativ starke Personalisierung auf Garcon, aber dann wird ja auch noch @softwerke als alternative Instanz thematisiert. Für die Kürze finde ich das schon ganz gut. Gab es denn von außerhalb des Fediverse Rückmeldungen zu dem Beitrag? @witziege @wolf

@caos @ueckueck @Marcel @softwerke @witziege

Immerhin wird innerhalb der knapp drei Minuten ja 2x #Fediverse genannt

ja, ich weiß ja es gibt da auch sehr viel Schlimmeres und wie gesagt, ich glaube ich bin da einfach mittler Weile etwas dünnhäutig und übersensibilisiert durch dieses ganze platte Mamut-trööt-Mastodonnetzgerede. Weil das eigentlich so geniale und Wichtigste rutscht dabei regelmäßig hinten runter: Die Chance auf ein interoperatives, freies und dezentrales Netzwerk, was sogar Plattformübergreifend funktioniert, auch ohne komische Marketingspielchen. Leider besteht aber auch hier die Gefahr, durch Monopolisierung zerstört zu werden.

@wolf@social.solibre.de Als ich vor weniger als sechs Wochen gesagt habe, dass mit dem Mastohype und dem absolut unakzeptablen Messaging von Gargron das Fediverse irreparablen Schaden nehmen kann und wahrscheinlich wird, wurde ich alle Arten von Sachen genannt. "Das Fediverse ist wie Twitter aber Open Source, Links, und Sozialgerechtigkeit" war halt ein guter Verkaufsslogan.

Damit haben wir aus einem geilen Protokoll und Technologien eine Werbeveranstaltung für eine (nicht einmal die beste) Implementation gemacht und, wie schon anno Microsoft, dem "stärksten" Vertreter Tür und Tor geöffnet die Standards nicht nur per fiat anzupassen, sondern auch wo immer es gelegen ist, wttbewerbswirksam zu ignorieren oder zu rebranden.

@caos@anonsys.net @ueckueck@dresden.network @Marcel@machteburch.social @softwerke@machteburch.social @witziege@machteburch.social

@Mikka Das geht ja nicht erst seit kurzem so...

Denis Schubert: "Entwickler implementieren Mastodon und nicht Activitypub"

und das "geile Protokoll" ist vielleicht nicht an allen Enden so geil und braucht hier und da Weiterentwicklungen... Wie kommen die Entscheidungen zustande? Die App mit den meisten User zahlen sagt wo es lang geht - und die meisten User sind da wo sie altbekanntes ähnlich wiederfinden...
@chris @mikka Der Umgang mit der Kritik zu dem neuen "Feature" bzgl. #RSS passt da leider auch ins Bild 😒metalhead.club/@caos/108395753…

@wolf
Ich setze mal hier an mit meiner Antwort.
Ja, ich habe auch schon eher negative Kritik zu diesem Beitrag u.a. deshalb bekommen und verstehe den Punkt.
Es ist auch irgendwie okay, wenn sich ein einzelne Beiträge mehr auf Mastodon konzentrieren, aber wenn das eben alle, auch ein verhältnismäßig Umfangreicher, machen, ist das in der Gesamtbetrachtung ärgerlich.
Zu dem Zeitpunkt war auch noch nicht absehbar, was ein paar Woche später mit den Anmeldewellen noch passieren wird. Hätte ich damals in die Zukunft sehen können, dann hätte ich auch um eine andere Schwerpunktsetzung gebeten. Aber hätte hätte Fahrradkette. Da war ich auch nicht kritisch genug, kann es aber nicht mehr ändern.
Falls du mal was Ausführlicheres machen willst, meld sich gern bei mir!
@caos
Zum Feedback außerhalb des Fedis kann ich sagen, war das auch eher durchmischt. wiederholt. @Marcel @softwerke @witziege
(1/2)

@wolf @caos
Das ist hier postitiver ausgefallen, mit 2 sehr kritischen (aber konstruktiven) Einschätzungen und aus meinem privaten Umfeld und der Partei mochten einige den Stil nicht und haben empfunden, dass ich viel in der Verteidigungshaltung war, fanden andere den Admin-Aspekt etwas zu kurz gekommen, hat eine allgemeinere Einleitung gefehlt und auch Wolfs Kritik der Schwerpunktsetzung kam vermehrt (z.B. von Leuten, die schon PeerTube-Videos oder Funkwhale-Podcasts davon kannten, weil ich ihnen welche geschickt habe, aber kein Mastodon haben).
Bei ganz Neuen ist auch nicht hängen geblieben, was das mit dem gemeinsamen Protokoll auf sich hat (war ein Feedback, als ich mein "Neuhier"-Video verschickt habe).
@Marcel @softwerke @witziege
(2/2)

@wolf @caos @ueckueck @softwerke @witziege Ich finde: das eine tun, das andere nicht lassen, immer versuchen, beides zu erklären. Gelingt manchmal gut und manchmal weniger. Und wenn ich das als Journalist noch regional erzählen kann: prima.
Ansonsten finde ich, dass Normalnutzende nicht das Fediverse oder das Internet nutzen, sondern bestimmte Dienste. (Privat kann ich z.b. gut auf Video- und Fotoplattformen verzichten. Egal in welchem Universum 😁)

@wolf @ueckueck @Marcel @softwerke Leider kann ich deine Kritik nicht nachvollziehen. Von Mastodon zu erzählen ist ein guter Einstieg, das Fediverse als Konzept für viele nicht greifbar. Es wird nicht einmal von mastodon.social gesprochen. Und ganz im Gegenteil: Im Beitrag wird sogar von gleich zwei anderen Instanzen geredet. Später wird auch noch das Fediverse als Konzept erklärt und weitere Beispiele genannt. Falls ich da nicht richtig verstanden habe, schreib gerne nochmal deine Ansichten.

@witziege @Marcel @softwerke warscheinlich bin ich da durch die vielen schlechten Artikel der jüngsten “Neuhierzeit” auch einfach etwas zu sehr in einer Richtung alarmiert – Das besondere am Fediverse ist eben gerade das Zusammenspiel der vielen unterschiedlichen Software. Trotzdem ueckueck@dresden.network bewusst versuchte, den Fokus auf das Fediverse als Ganzes zu legen (vermutlich im Wissen, dass solche Medienbeiträge gerne dazu tendieren, oft unwissentlich zu einer “Mastodonwerbeveranstaltung” abzugleiten), wird durch die Anmoderation auch in diesem Beitrag wieder gleich vorab, quasi in der “Überschrift” platziert Mastodon=Fediverse.

Aber wie soll dieses denn je “greifbar” für die Leute werden, wenn es immer nur so grob vereinfachend auf Mastodon runtergebrochen wird? Natürlich suchen die dann danach und landen bei selbstverständlich bei mastodon.social.

Mastodon als “Einstiegsdroge”? Das ist tatsächlich schon eine sehr alte Diskussion und inzwischen sehe ich den Ansatz “Mastodon als guten Einstieg” seeeehr Kritisch. Das liegt auch daran, dass Gargon mit Mastodon offenbar an allen Stellen versucht mittels “offizieller App” und “offizieller Website” usw. das “Produkt” Mastodon vom Fediverse freizustellen (Gargon selber vermeidet in seinen Interviews seit einiger Zeit den Kontext Fediverse total, siehe z.b. hier). Es entsteht für Außenstehende und potentielle Interessenten so die Geschichte von einem vermeintlichen autonomen “Mastodon Netzwerk”, “wir tröten hier auf Mastodon” usw. Das mag sein gutes Recht als Betreiber seiner GmbH sein, macht mir aber inzwischen Angst, denn wir erleben tatsächlich eine schleichende Zentralisierung, ähnlich wie wir es mit Moxie und Signal bei den Messengern hatten. Ihr mögt sagen, ist ja egal, solange alle den AP-Standard nutzen bleibt das Netz frei.

Aber das alles sind klare Zeichen von Monopolisierung. Monopolisten setzen irgend wann aufgrund Ihrer schieren Größe “Standards” und machen Menschen wie wir wissen abhängig. Monopolisierung ist es, was dem Grundgedanken des Fediverse entgegen steht und was hier gerade passiert. paradoxer Weise landeten die überwältigende Mehrheit der Neuhiers, die ja vor dem Monopolisten Musk flüchteten genau auf der Mamutinstanz.

Sorry für die vielen Worte, aber sonst hätte ich auch wieder verkürzt auf Deine Frage antworten müssen. Zum Glück kann ich hier so viel ausholen, weil ich nicht Mastodon nutze ;-)

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