'Announcement' : Ich hab' ein Problem mit Mastodon.
Nach Schreiben dieses Toots werde ich einerseits die App (Tusky) und kurz darauf mein Profil selbst löschen, sofern ich meine Meinung nicht plötzlich ändern sollte.
Mein Problem mit Mastodon (und in gewisser Hinsicht Social Media im Allgemeinen) kann man recht fix zusammenfassen.

Da die meisten Leute (meiner Schätzung nach) von Twitter kommen, unterliegen meiner Erfahrung nach Toots dem gleichen Problem, das ich schon bei Twitter hatte: Manchmal hab ich das Gefühl, Leute sind entweder glorifizierte (re-)toot-Bots für "News" oder Beschwerde-Bots.
Die Dauerbeschallung mit News macht mich ohnehin schon nervös (dazu gibt es tatsächlich ein paar interessante Studien), aber die Beschwerden über alles, jeden, die gesamte Welt und überhaupt, erst recht.

Mal davon abgesehen, das diese stetige Wiederholung dazu führt, den "Glücksspiel"-faktor sozialer Medien hochzutreiben, da, was raussticht, umso interessanter wird, führt sie (bei mir) zu dem Gefühl, ABSOLUT NICHTS gegen das jeweilige Problem zu tun, das doch offensichtlich von weltbewegender Bedeutung ist?

Ich möchte hier nicht falsch verstanden werden, sicherlich sind Klimawandel, (Rechts-)radikalismus, Reich-Arm-Schere, Mega-corps und Datenschutz sehr wichtig.

Das weiß ich aber halt auch selbst und muss es dann nicht jede Stunde in der föderierten Zeitleiste lesen (und mich dann schlecht fühlen), im besten Fall noch in den radikalsten und tunnelblick-igsten Farbtönen.

Wahrscheinlich könnte ich die föderierte Zeitleiste ignorieren und mehr Leuten folgen oder die Zeitleiste Stück für Stück stummschalten, bis sie mir gefällt.

Das ist aber eigentlich nicht das, wofür ich Mastodon beigetreten bin; irgendwie hab' ich mir "microblogging" wohl zu sehr wie tatsächliche Blogs vorgestellt. Hin und wieder habe ich sicherlich tolle Beiträge gefunden, die waren aber doch eher allein auf weiter Flur.

Eigentlich hatte ich auch vor, selbst längere Beiträge in die Richtung zu schreiben, sagen wir aber ich hab' mich von den anderen Beiträgen dann doch nicht gerade ermutigt dazu gefühlt (dazu kommt auch die Zeichenbegrenzung, dieser Post wird ewig viele Toots brauchen). Eine "richtige" Blogging-Plattform im Fediverse fänd' ich viel interessanter, writefreely.org scheint da schon ein guter Anfang zu sein.

(Erstmal) Goodbye Mastodon/Fediverse, war 'ne interessante Erfahrung und Danke für den vielen Fisch!

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@tootgeist Schade, dich als Moderator zu verlieren. Aber deine Kritik ist berechtigt. Solltest Du es dir anders überlegen, sind wir natürlich wieder für dich da! :)

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